Ortsverband Prenzlauer Allee
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Unser Kiez
08.03.2009, 18:32 Uhr
 
Die kulturelle Begegnungsstätte für Jung und Alt - Die Kulturbrauerei
von Nadine Mittag

Mitten in unserem Ortsverband findet man eines der wenigen gut erhaltenen Industriearchitekturdenkmäler Berlins. Gemeint ist die Kulturbrauerei, welche nicht nur eine Plattform für Kunst, Musik und Veranstaltungen bietet sondern auch als kulturelle Begegnungsstätte für Jung und Alt gilt.
Foto: Sebastian Ruß
Das ehemalige Brauereigelände wurde 1853 von Jobst Schultheiss übernommen, der dort die Schultheissbrauerei und somit auch die berühmte Biermarke gründete. Im Jahre 1871 wurde aus der Brauerei eine Aktiengesellschaft. Der Architekt Franz Schwechten errichtete das riesige Bauensemble im Stil einer mittelalterlichen Burg mit verschiedenen Höfen. Das Areal der Kulturbrauerei umfasst etwa 25.000 Quadratmeter und beherbergt insgesamt 6 Höfe und über 20 Gebäude. In den Kriegsjahren von 1941-1945 wurden auf dem Gelände durch Mithilfe von Kriegsgefangenen Waffen für den Krieg produziert. Somit konnte der Brauereibetrieb erst nach Kriegsende wieder aufgenommen werden. Das Glück sollte jedoch nicht lange währen. Bereits 1967 wurde der Brauereibetrieb aufgrund des hohen Verschleißes und der Demontage des Maschinenparks eingestellt.Übergangsweise wurden die Freiflächen als Sportcasino oder Möbelgroßmarkt genutzt.
 
Mit der Gründung der Treuhandanstalt (THA) im Jahre 1990 und der 1991 gegründeten „KulturBrauerei GmbH“ begann für die Kulturbrauerei der große Umbruch. Das ehemalige Kesselhaus wurde saniert und 1998 auch für eine stolze Summe von 100 Millionen DM das gesamte Areal der Brauerei.Bereits ein Jahr später zogen die ersten Gewerbetreibenden ein, unter anderem der Gehörlosenverband und der SODA Club. Mit Abschluss der Sanierungen folgten ein Multiplexkino, das russische Kammertheater und das bayrische Bierlokal „Leopolds“.
 
Seit 2002 können die Besucher den berühmten „Klassiksommer in der Kulturbrauerei“ genießen. Aber es gibt noch so viel mehr in der Kulturbrauerei zu erleben. So lohnt sich etwa auch der Besuch des Berliner Theater „RambaZamba“, dass mit sehr humorvollen Aufführungen sein Publikum zu begeistern weiß. Aber auch der Genuss kommt im Restaurant des „Frannzclub“ nicht zu kurz.
 
Aber die Kulturbrauerei wäre ja nicht die Kulturbrauerei, wenn sie nicht für jeden das Passende zu bieten hätte. Wer also genug von Kultur und Gaumenfreuden hat, der kann es im SODA Club bei Salsa oder auch im Kesselhaus mit Raggea-Musik so richtig krachen lassen.
Kein Wunder also, dass die Kulturbrauerei mittlerweile auch eine magische Anziehungskraft auf Touristen ausübt.